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WILHELM RUDOLPH

1889 bis 1982


Wilhelm Rudolph, um 1925
Wilhelm Rudolph, um 1925

Rudolph, "See" "See" (Meer)   um 1925
Holzschnitt
493 x 653 mm
Rudolph, Gasse
Gasse   um 1930
Holzschnitt
595 x 435 mm

Rudolph, Trinker Trinker   um 1935
Holzschnitt
297 x 362 mm
Rudolph, "Kunde"
"Kunde"   um 1930
Holzschnitt
305 x 315 mm


Lebensdaten
1889 Am 22.Februar wird Wilhelm Rudolph in Chemnitz als Sohn eines Webstuhlmonteurs geboren.
1908−1914 Nach einer Lithographenlehre studiert er an der Akademie der Bildenden Künste in Dresden bei Robert Sterl und wird Meisterschüler von Carl Bantzer.
1914−1918 Als Infanterist zum Kriegsdienst eingezogen.
1919 Heirat und freischaffender Maler in Dresden, regelmäßige Beteiligung an den Ausstellungen der "Künstler−Vereinigung Dresden".
1924 Einzelausstellungen in den Galerien Emil Richter in Dresden und Goldschmidt & Wallerstein in Berlin. Beteiligung als Mitglied der "Roten Gruppe" an der Allgemeinen deutschen Kunstausstellung in Moskau und Leningrad.
1931 Einzelausstellungen in Chemnitz und Dresden.
1932 Lehramt an der Dresdner Akademie für Abend−Akt.
1933 Auf der Ausstellung "Entartete Kunst" im Dresdener Rathaus vertreten.
1935 Professur für Malerei an der Dresdner Akademie.
1938 Als "politisch untragbar" aus dem Lehramt entlassen.
1945 Am 13. Februar wird bei der Bombardierung Dresdens Rudolphs Atelier zerstört und der größte Teil seines künstlerischen Werks vernichtet.
1946−1949 Professur für Malerei und Graphik an der Hochschule für Bildenden Künste Dresden.
1960 Erste Retrospektive im Albertinum in Dresden.
1961 Nationalpreis der DDR.
1975 Erste umfassende Ausstellung in der Bundesrepublik, initiiert von Rudolphs Schüler Gotthard Graubner, in der Kunsthalle Düsseldorf.
1977 Retrospektive in der Nationalgalerie Berlin.
1982 Am 30. September stirbt Wilhelm Rudolph 93jährig in Dresden. Der künstlerische Nachlaß geht testamentarisch an die Museen der DDR, insbesondere an Rudolphs Geburtsstadt Chemnitz.

Rudolph, Leopard Leopard   um 1935
Holzschnitt
497 x 652 mm
Rudolph, Junger Wolf
Junger Wolf   um 1935
Holzschnitt
443 x 597 mm


Rudolph über Rudolph

"Mich interessierte das Tier z.B. mit seinen Eigenschaften, ganz in seiner eigenen Art, also nicht vermenschlicht, sondern nur Tier. Und so ging mir das auch mit Menschen, ich wollte ihr Wesen ganz eindeutig herausarbeiten, und zwar in dieser Einfachheit, wie das die ägyptische Kunst gegeben hat.
Und das hat sich ausgedehnt auf Gegenstände, Bäume usw. Dort wurde mein Stil geprägt. Also nicht über den Gegenstand erzählen, sondern ihn in seinem Wesen erfassen, wie man es im Monumentalbild haben muß, oder in der Tierdarstellung auf Höhlenbildern, nicht wie es das Tafelbild macht. Ich bin kein Tafelbildmaler.
Auch in meinen Holzschnitten ist das drin, das ganze Wesen der Landschaft, nichts dazugetan und nichts abgestrichen.
Was auch z.B. die babylonische Kunst hat: ein Löwe ist ein Löwe, ohne eine Spur Vermenschlichung, der Löwe wird mit seiner ganzen Eigenart gegeben...
So haben meine Tiere etwas bekommen, von Anfang an, wie in den Steinzeichnungen in den Pyrenäen usw. Ich habe Sachen gemacht, die durchaus in solchen Höhlen sein könnten. Die lebten mit dem Tier und von dem Tier, da waren Mensch und Tier eine geschichtliche Einheit, wenn man will, und das hat mich bewegt.
In den Höhlenzeichnungen ist das Tier ganz sich selbst gegeben. Das ist das, was uns interessiert, und das strebe ich auch an. Ich habe oft den Ausdruck von Höhlenzeichnungen gefunden. Alles was ich angestrebt habe, war das Monumentale. Unter "monumental" verstehe ich: groß (nicht riesig), bedeutsam, für alle verständlich, nicht nur für eine Schicht, die das Bild vielleicht kaufen kann, sondern dass es alle angeht."

WILHELM RUDOLPH
zitiert nach: Martin Schmidt, Wilhelm Rudolph, Dresden 2002, S. 223 f.



Wilhelm Rudolph, 1980

Wilhelm Rudolph, 1980




Wilhelm Rudolph WILHELM RUDOLPH
Aus allen Hölzern war Leben zu erwecken


Ausstellung vom 3. Juni bis 11. August 2007

Leporello:
Mit 40 Katalog−Nummern und 25 Abbildungen, (2007)
Euro 5,−−


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Stand Januar 2012