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Die aktuelle Ausstellung


Mit malender Hand

Carl Barth

Werke 1920 bis 1970

Ausstellung vom 16. Mai bis 28. Juni 2017


Carl Barth, um 1928
Carl Barth, um 1928

Katalogumschlag

KATALOG
Mit Texten vom und über den Künstler
sowie einem Vorwort von Peter Barth
128 Seiten, 116 Werkabbildungen,
14 dokumentarische Abbildungen
(Preisliste anbei)
Format 27 x 17 cm,
gebunden mit Schutzumschlag
(2017)    Best.−Nr. 1051
Euro 20,−−


Selbst im Spiegel Selbst, Marseille Selbst, Paris
Selbst im Spiegel   1927
Linolschnitt
(Kat.−Nr. 95)
Selbst, Marseille   1927
Aquarell
(Kat.−Nr. 50)
Selbst, Paris   1927
Radierung
(Kat.−Nr. 96)

CARL BARTH (1896 − 1976) ist ein äußerst eigenwilliger und produktiver Vertreter der rheinischen Kunst des 20. Jahrhunderts. Die Entwicklung seines Werkes reicht von den 20er bis in die beginnenden 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Dieses umfangreiche Werk wird hier in beispielhaften Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen und Druckgraphiken vorgeführt und gewürdigt.


Carl Barth − Biographische Daten

Barth, "Neger an einer Muschel horchend" "Neger an einer Muschel horchend"    1929
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 4)

1916 finden sich im Kriegstagebuch Barths erste fast neusachlichen Zeichnungen. In den Studienjahren in München 1921−25 entwickelt Barth seine druckgraphischen Fähigkeiten. In den Jahren 1925−30 wird Barth an der Düsseldorfer Kunstakademie als Schüler von Heinrich Nauen zum spätexpressionistischen Maler.


Feierabend (Herr und Frau Oe.) Feierabend
(Herr und Frau Oe.)
   1928
Radierung
(Kat.−Nr. 102)
Absinthtrinkerin
Absinthtrinkerin   1928
Radierung
(Kat.−Nr. 101)

Schweinehirt Schweinehirt   1929
Linolschnitt
(Kat.−Nr. 106)
Junge Mutter
Junge Mutter   1929
Linolschnitt
(Kat.−Nr. 105)

Barth, Stilleben mit Cello Stilleben mit Cello    1929
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 5)

Anfang der 30er Jahre findet Carl Barth zu einem eigenständigen neusachlichen und magisch−realistischen Stil. In Barths Bildern dieser Jahre scheint sich die Vereinsamung des Menschen angesichts einer kälter und bedrohlicher werdenden gesellschaftlichen Situation auszudrücken. Kontakte knüpft Barth zu der Düsseldorfer Kunsthändlerin Johanna Ey und der Künstlergruppe Das junge Rheinland. Eine Einzelausstellung zeigt er 1933 in der Kunsthalle Düsseldorf.


Barth, Seestation Seestation    1929
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 9)

1936 führt ihn eine Reise nach New York und Long Island, er zeichnet und malt die Hinterhöfe und Vorstädte der amerikanischen Weltstadt. Die Bilder spiegeln die Leere und Trostlosigkeit des nicht nur amerikanischen "way of life" − sie wurden wiederholt mit Arbeiten von Edward Hopper verglichen.


Long Island/Tankstelle Playland (Coney Island)
Long Island/Tankstelle   1936
Tuschfeder
(Kat.−Nr. 69)
Playland (Coney Island)   1936
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 15)

1938 erhält Barth den − letztmalig in Eigenverantwortung der Akademie vergebenen − Corneliuspreis der Stadt Düsseldorf, der mit dem Rom−Preis verbunden ist, einem Studienaufenthalt in der Villa Massimo. Barths römische Bilder reflektieren die Zerstörung abendländischer Kultur und beschwören diese zugleich durch eine immer klassischer werdende Bildgestaltung.
Zurück in Deutschland werden Bilder Barths in der Ausstellung "Schaffendes Volk" zum Besuch des Führers "vorbeugend" abgehängt; Graphiken werden beschlagnahmt.


Römische Landschaft mit liegendem Kopf Forum Romanum
Römische Landschaft mit liegendem Kopf   1939
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 17)
Forum Romanum   1938
Tuschfeder
(Kat.−Nr. 75)

In der Folge werden Barths Bilder konventioneller, traditionalistischer. Die dunklen vierziger Jahre überlebt Carl Barth trotz Anfeindungen und Repressalien, indem er seiner strengen, der klassischen Kunsttradition verbundenen Malerei treu bleibt.


Barth, Instrumentenbild Instrumentenbild    1939
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 19)

Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges beginnt die Aufarbeitung der Vergangenheit: Trümmer− und Trauerbilder bestimmen die erste Phase (1945/46), Masken- und Puppenbilder, Bilder der Verstellung, Verleugnung, Verwandlung die zweite Phase (1947−49).


Fragmente Kopf
Fragmente   1946
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 22)
Kopf   1946
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 23)

Antlitz und Köpfe Antlitz und Köpfe    1947
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 25)

Anfang der 50er Jahre beginnt eine neue Zeit: Die neu gewonnene ästhetische Freiheit läßt die Formen reduzierter, abstrahierter werden. Die Bildinhalte sind durch die mediterrane Welt bestimmt, die sich durch Reisen nach Italien und Spanien erschließt. Carl Barth wird experimentierfreudiger.


Lagune Fische im Bergsee
Lagune   1952
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 31)
Fische im Bergsee   1952
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 32)

Muschel auf Rot Muschel auf Rot    1956
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 36)

In den 60er Jahren geht Barth in seinem Werk in der Reduktion der Gegenständlichkeit immer weiter voran, bis an die Grenzen der Abstraktion. Ausstellungsbeteiligungen mit Fred Thieler oder Emil Schumacher markieren den äußersten Punkt dieser Entwicklung. Dabei verarbeitet Barth die "informellen" Einflüsse in seinem Werk immer nur in der Innenstruktur seiner Formen, in der Komposition bleibt Barth seinem konstruktiven, architektonisch−geometrischen Denken treu.


Dämmerung Dämmerung    1957
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 37)

Nächtlicher Mond Nächtlicher Mond    1960
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 40)

Große Geste der Frühe    1967
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 41)
Große Geste der Frühe

Ich habe durchaus kein Programm, oder gar den Willen, eine einmal entdeckte künstlerische Maxime nun tot zu reiten. Die Versuche, mit denen ich mich im letzten Jahr künstlerisch beschäftigen mußte, sind getan worden, um nichts auszulassen, was zur Entdeckung des eigenen Ichs führen könnte. Wohin mich mein Weg noch führen wird, kann ich nicht voraussehen...
Wenn ein Bild nichts vom großen Geheimnis der göttlichen Schöpfung in sich trägt, so ist es vertan und kein intellektuell−künstlerisches Gespräch vermag es aus seiner Todesstarre zu lösen und ihm Leben zu geben.

Carl Barth 1959 in einem Brief an Prof. Schäfer−Simmern, USA


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Stand Mai 2017